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Im Mai 1997 konnte der Ortsteil Wabern auf sein 1180jähriges Bestehen zurückblicken.

An der Bundesbahnhauptstrecke von Frankfurt/Main über Gießen-Marburg nach Kassel liegt Wabern, 34 km südlich von Kassel, die letzte D-Zug-Haltestelle vor der alten kurhessischen Hauptstadt Kassel und einstmals wichtiger Durchgangsort der Hauptstraße von Frankfurt nach Kassel, dies wenigstens so lange, wie Fritzlar mainzisch war, also bis 1803. Aber auch nachher hat Wabern seine Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt nicht verloren.

Die frühere Geschichte Waberns in Niederhessen führt bei der ersten Erwähnung der Gemeinde zu einer Verbindung mit dem Kloster Fulda.

Bei den immensen Schenkungen an das Kloster Fulda im Bereich der Zentrallandschaft Hessens, dem alten Niederhessen mit seinen Randgebieten, handelt es sich natürlich nicht um Wabern allein, vielmehr ist dieses eine Ersterwähnung oder Schenkung unter vielen. In den Auszügen des Fuldaer Mönchs Eberhard wird der Ort um 800 zum ersten Mal genannt. Nach dem Bericht schenkte ein Graf Dietrich dem hl. Bonifatius, also dem Kloster Fulda in Wabern sein gesamtes Eigentum.

Der Name Wabern ist aus dem Althochdeutschen überliefert und kommt in Mittelhochdeutsch in den Formen vor: "wabelen, wabern, waberen" und bedeutet soviel als "in geschäftiger Bewegung sein". Was könnte anders damit gemeint worden sein, als der sumpfige wabernde Grund und Boden, der dauernd in Bewegung war. Unweit von Wabern fließt die Efze in die Schwalm und ebenso nahe ist die auenreiche Mündung der Schwalm in die Eder, was zu zahlreichen Überschwemmungen führte, die aber keineswegs ungern gesehen wurden, weil sie keine zerstörende und verwüstende Kraft hatten, sondern die Felder vielmehr mit einer dünnen Schicht fruchtbaren Schlammes bedeckten. Der Ort liegt also in einer fruchtbaren Ebene. Schon in Johann Just Winkelmanns "gründlicher und wahrhafter Beschreibung der Fürstentümer Hessens und Hersfeld "aus dem Jahre 1697 wird im Grunde nichts anderes von der Gegend gesagt als: Wasser, Weizen, Wein, Weiden, Wiesen, Wolle, Wachs, Werk und Flachs, Wälder und Wild. Alle diese sogenannten "Fruchtbarkeits- W´s" treffen auf Wabern zu!

Der Gang der Jahrhunderte durch die geschichtliche Entwicklung der selbständigen Gemeinde Wabern schließt sich mit dem 31.12.1971, ein Datum, mit dem die alte Gemeinde Wabern Teil eines größeren Ganzen wurde, in dem sie aber auch weiterhin aufgrund ihrer wirtschaftlichen Bedeutung die vorherrschende Rolle spielt, was ja auch schon dadurch bewiesen ist, dass die neue Großgemeinde weiterhin den Namen Wabern trägt.

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