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| Vom 4. bis zum 6. Juli, etwas länger als die Harlekinade dauerte, waren in Wabern 14 Polen aus der Gemeinde Kaczory zu Besuch. Der Ortsname bedeutet „Erpel“ und verweist auf die Enten, die seit Jahrhunderten dort gejagt wurden. Zwei dieser Tiere sind im Gemeindewappen abgebildet, und ein weiteres, in Lebensgröße in Metall gegossen, hatten die Gäste als Geschenk dabei. Bürgermeister Wolski war mit Verwaltungsangestellten, Ratsmitgliedern und Vertretern örtlicher Firmen gekommen, um unsere Gemeinde und ihre Umgebung kennen zu lernen und Bürgermeister Jung hatte sich zwischen Organisationsaufgaben und Interviewterminen im Rahmen der Harlekinade Zeit gelassen, um sich den Gästen zu widmen. | |
| | Unsere Gäste waren mit der Aufnahme in unseren Familien zufrieden, obwohl eine Verständigung oft kaum möglich war, und sie waren von der Schönheit der Landschaft und der Städte und Dörfer sehr angetan. Nach ihrer Ankunft um halb 10 am Freitag früh und einem kleinen Imbiss machten wir zuerst zusammen einen Spaziergang durch die Kerngemeinde. Auf deutscher Seite übersetzte vor allem Frau Riegl von der Gemeindeverwaltung, und die Polen hatten als Übersetzerin eine Germanistikstudentin mitgebracht, deren Fähigkeiten wir gleich kennen lernten, als Günter Jung zum Teil mit Fachwortschatz die architektonischen Besonderheiten der Waberner Kirche erklärte. |
| Die Gastgeber brachten ihre Gäste mit dem Pkw nach Hause, damit sie sich erst einmal frisch machen und mit der Familie zu Mittag essen konnten. Nachmittags besichtigten wir den Besucherstollen des Bergbaumuseums in Borken. Kassel gefiel den Gästen sehr gut. Der schwachmotorisierte Bus hatte am Samstag, als die Busfahrer wieder ausgeruht waren, uns Deutsche noch zusätzlich eingeladen; er musste nach der Besichtigung der Kasseler Innenstadt noch auf den Herkules hinauf. | |
| | Am Sonntag besuchten wir mit unseren Gästen für ein kleines Stück europäische Ökumene den katholischen Gottesdienst im Fritzlarer Dom, und nach einem gemeinsamen Essen in einem Zennerner Gasthof standen eine Bootsfahrt auf dem Edersee und ein Besuch von Schloss Waldeck auf dem Programm. |
| Die üblichen, von Europagedanken getragenen Reden zum Abschluss des Besuchs fielen recht kurz aus, weil jeder sich scheute, die rund um die Uhr benötigten Übersetzerinnen noch zusätzlich zu plagen. Gegenbesuche sind geplant. Dann soll, beim Einbezug von Familien aus Kaczory und seinen Ortsteilen, auch die sprachliche Verständigung besser werden: die jungen Leute lernen wieder deutsch und englisch. | |
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