Inhalt:
Profil und Geschichte
Das äußerlich erkennbare Profil unserer Gemeinde bzw. der Kerngemeinde wird zum einen durch das landgräfliche Jagdschloss, das heute vom Landeswohlfahrtsverband genutzt wird und zum anderen von der Zuckerfabrik geprägt.
Wabern als Standort einer Industrieanlage zur Zuckergewinnung resultiert aus dem Bestreben nach einer am Ort der Produktion stattfindenden Verarbeitung der landwirtschaftlichen Güter.
Später erwies sich Wabern als glückliche Wahl für diese industrielle Ansiedlung, da die 1849 begonnene Anbindung Waberns an den Schienenverkehr und der in den nachfolgenden Jahren vollendete Bau der Main-Weser-Bahn infrastrukturell eine erhebliche Aufwertung bedeutete. Heute liegt Wabern mit seinem Bahnhof als Haltepunkt an einer InterCity-Strecke.
Der im 20. Jahrhundert vorangetriebene Bau von Straßen umrahmt bzw. erschließt auch unsere Gemeinde. Die Bundesautobahnen 7 und 49 ermöglichen über kurze Distanzen Verbindungen in alle Himmelsrichtungen. Diese Anbindungen werden unterstützt durch die Bundesstraßen 254 und 253, die durch unsere Gemeinde führen. In den vergangenen 40 Jahren haben sich weite Teile der Gemarkung der Gemeinde Wabern als Lagerstätten von hochwertigem Sand- und Kiesvorkommen erwiesen. In zunehmendem Maße wurden diese Lagestätten erschlossen und im Nachgang zu diesen Gewinnungsbetrieben auch Veredelungsverfahren durchgeführt. Diese Lagerstätten einer nachhaltigen Erschließung mit allen Vorteilen für die Gemeinde Wabern zuzuführen und darüber hinaus umweltverträglich in ein Konzept zur Wiedernutzbarmachung dieser Böden einzubetten, bildet einen Schwerpunkt der gemeindlichen Planungsarbeit. Diese notwendige Abstimmung für solche langfristigen Vorhaben werden in enger Abstimmung mit der Wirtschaft getätigt.
Mit der 1971 begonnenen Gebietsreform, die die 10 Ortsteile zu einer Gemeinde zusammenführte, begann eine ständige Aufwärtsentwicklung. Begleitet von einer an den Aufgaben angemessenen und stabilen Finanzmittelentwicklung konnten wichtige Dinge, wie der Ausbau und die Erweiterung der Kindergärten, der Ausbau des Kanal- und Straßensystems als auch einer Erhöhung des Angebotes der kommunalen Einrichtungen wie z. B. Dorfgemeinschaftshäuser vorangetrieben werden. Obwohl aufgrund der aufgezählten für die Zukunft wichtigen Maßnahmen erhebliche Investitionsmittel notwendig waren, führte dies trotzdem zu einem ständigen Schuldenabbau, der dazu führte, dass die Gemeinde Wabern mit Ablauf des Jahres 2004 auf die Einwohner bezogen den niedrigsten Schuldenstand innerhalb des Schwalm-Eder-Kreises aufzuweisen hat.