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Jahresrückblick

Bürgermeister Günter Jung

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, liebe Freunde der Gemeinde Wabern,

 

in wenigen Tagen wird das Jahr 2011 zu Ende gehen. Die Jahreswende ist Anlass, über die Geschehnisse des abgelaufenen Jahres nachzudenken.

Die Bilanz eines jeden Einzelnen dürfte recht unterschiedlich ausfallen. Manche Mitbürgerinnen und Mitbürger wurden von Leid, Sorgen, von Enttäuschungen, von schweren Schicksalsschlägen und Vereinsamung getroffen. Ihnen allen gilt unser Mitgefühl, verbunden mit dem Wunsch, dass das neue Jahr Tage der Hoffnung und der Freude bringen möge.

Auch die politische Bilanz fällt sicher je nach Blickwinkel und Standpunkt unterschiedlich aus. Am 27. März wurden unsere Kommunalparlamente neu gewählt. Die Bürgerinnen und Bürger hatten Gelegenheit, über die Zusammensetzung der Kreistage, Gemeindevertretungen und Ortsbeiräte neu zu entscheiden und dabei ihren Stimmen durch Kumulieren und Panaschieren besonderes Gewicht zu geben.

Auf unsere Gemeindevertretung bezogen, hat sich durch diese Wahl an der Sitzverteilung nichts geändert. Allerdings sind durch unterschiedliche Gewichtungen bei den Wahlen und auch durch geänderte Wahlvorschläge doch viele neue Mandatsträger hinzugekommen.

Bei den Ortsbeiräten gab es teilweise völlig neue Bewerberlisten und geänderte Zusammensetzungen.

Nach dem bisherigen Eindruck hat sich an der guten sachlichen und kollegialen Zusammenarbeit innerhalb der Gremien nichts geändert.

Bei den anstehenden kommunalen Projekten können wir vermelden, dass unser millionenschweres Programm für die Sanierung der gemeindlichen Kanäle weitgehend abgeschlossen ist. Lediglich in Udenborn und Rockshausen stehen in den kommenden Jahren neben kleineren Maßnahmen in den übrigen Ortsteilen noch Investitionen an.

Ein Schwerpunkt unserer Bemühungen war im vergangenen Jahr der Bahnhof und das Bahnhofsumfeld in Wabern. Die schwierigen Arbeiten auf dem Bahnhofsvorplatz mit Neuverlegung aller Leitungen für Wasser, Abwasser, Strom, Gas und Telefon gehen ihrem Ende entgegen. Wir rechnen damit, dass im März/April 2012 der endgültige geplante Zustand mit dem neuen Busbahnhof, einer Wendeschleife und einem zusätzlichen größeren Parkplatzangebot abgeschlossen sein wird.

Das Reisezentrum (die Fahrkartenausgabe) zieht schon vorher in die Räume der ehemaligen Gaststätte an der dem Dorf zugewandten Giebelseite des Bahnhofs ein. Für den Kulturraum steht nun noch der letzte Schliff aus. Im Februar wird auch die Bestuhlung vorhanden sein. Wir freuen uns darauf, dass dann unterschiedliche und neue kulturelle Aktivitäten in Wabern möglich sein werden. Nach Abschluss des Bahnhofsprojektes soll dann auch die Bahnhofstraße ein neues Gesicht bekommen. Für die Gebäude der Bahnhofstraße bestehen bereits jetzt sehr gute öffentliche Fördermöglichkeiten. Der Bereich bis zur Alten Kasseler Straße ist in das Projekt "Stadtumbau West" aufgenommen und Investitionen werden mit Fördermitteln des Landes und der Gemeinde bedacht.

Als weitere beachtenswerte Kulturinitiativen des vergangenen Jahres ist das Muttertagskonzert mit dem Ensemble Six und das mit Beteiligung der Gemeinde stattgefundene große durch die VR Bank Chattengau organisierte und auch weitgehend finanzierte Konzert mit der Big Band der Bundeswehr zu nennen. Danke hierfür an die VR-Bank.

Weiterhin haben wir uns auch im vergangenen Jahr wieder in besonderer Weise den Kindern, den Familien und der Seniorenarbeit gewidmet. Neukonzeption der Spielplätze, Sportlerehrung, Preis für Kinder- und Jugendarbeit sowie umfängliche Unterstützung der Seniorenarbeit waren wieder Schwerpunkte.

Unsere neugegründete Organisation "Soziale Dienste" oder auch "Lebenswertes und Liebenswertes Wabern" genannt, ist aus den Kinderschuhen herausgewachsen und ein fester Faktor im sozialen Bereich der Gemeinde Wabern geworden. Über 35 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten ihre Dienste an, die von über 70 Hilfesuchenden in Wabern in Anspruch genommen werden. Dieses außergewöhnliche Engagement ist dieser Tage durch das hessische Sozialministerium gewürdigt worden. Die Vereinigung "Soziale Dienste" durfte am 12. Dezember aus den Händen von Herrn Sozialminister Grüttner den Ehrenamtspreis des Landes Hessen entgegennehmen. Die Gemeinde gratuliert den Akteuren auf das Herzlichste.

Nach der Abschaffung der Wehrdienstpflicht wird der letzte Zivildienstleistende am 31.12.2011 seinen Dienst bei der Gemeinde Wabern beenden. Die Ära von insgesamt 17 Zivildienstleistenden seit Mitte der 90-er Jahre geht nahtlos über in den Bundesfreiwilligendienst, der als Ersatz für die weggefallenen "Zivis" ins Leben gerufen wurde. Mit Alexandra Kumaus ist bereits die erste Mitarbeiterin in diesem neuen Feld bei der Gemeinde Wabern beschäftigt. Weitere Stellen sind noch frei. Bewerben können sich nicht nur junge Menschen beiderlei Geschlechts, sondern Menschen jeden Alters - sogar Rentnerinnen und Rentner.

Die Freiwillige Feuerwehr Wabern hat in diesem Jahr ihr lang ersehntes neues Löschfahrzeug LF 10/6 erhalten. Damit entspricht die Ausrüstung all unserer Feuerwehren jetzt dem technischen Standard.

Die Aufnahme des Orteils Zennern als Dorferneuerungsschwerpunkt hat erste Früchte getragen. Die entsprechende Planung wurde zum Abschluss gebracht und wir freuen uns, dass in den nächsten acht Jahren in Zennern viele öffentliche und private Vorhaben mit entsprechenden Zuschüssen bedacht werden können.

Die gute Zusammenarbeit der gemeindlichen Gremien, die auch in Zeitungsberichten des abgelaufenen Jahres immer wieder deutlich hervorgehoben wurde, hat wiederum zu durchaus vorzeigbaren kommunalpolitischen Ergebnissen geführt. Die meisten Entscheidungen unserer Gemeindevertretung wurden einstimmig getroffen. Eine stets sachliche Diskussion und eine hohe Kompromissbereitschaft aller am politischen Leben Beteiligten haben die Arbeit sowohl in der Gemeindevertretung als auch im Gemeindevorstand geprägt.

Unser Dank gilt allen politischen Verantwortlichen. Hierin schließen wir auch die Mitglieder der Ortsbeiräte ein, die sich stets in sachlich konstruktiver Zusammenarbeit für die Belange ihrer Ortsteile eingesetzt haben.

Auch die Beschäftigten der Gemeinde in Verwaltung, Bauhof, Kläranlage, Kindergärten und in den gemeindlichen Freizeiteinrichtungen haben gute Arbeit im Dienste der Waberner Bürgerinnen und Bürger geleistet. Auch hierfür ein herzliches Dankeschön.

Die erfreuliche Entwicklung unserer Gemeinde ist nicht das Ergebnis der Arbeit von einzelnen, sondern vielmehr das Gesamtwerk vieler engagierter Personen und Gruppen. Es ist uns ein besonderes Anliegen, im Auftrag der Gemeindevertretung und des Gemeindevorstandes all denen, die am gesellschaftlichen Leben unserer Gemeinde mitgewirkt haben, aufrichtigen Dank zu sagen.

Unser Dank gilt insbesondere

  • den Seniorenbeiräten und allen Gruppen und Organisationen, die die Interessen unserer älteren Menschen vertreten und zu einem guten sozialen Angebot in unserer Gemeinde beigetragen haben
  • allen Vorständen unserer Vereine und Verbände, die im abgelaufenen Jahr dazu beigetragen haben, dass unsere Gemeinde als lebendiges und funktionierendes Gemeinwesen in Erscheinung treten konnte
  • allen Aktiven der Waberner Feuerwehren, die unzählige Stunden ihrer Freizeit dafür aufwenden, Schäden von ihren Mitbürgern fernzuhalten
  • allen Waberner Ärzten, der Waberner Diakoniestation und ihrem Pflegepersonal sowie allen Sozialvereinen der Gemeinde
  • allen Pfarrern, den Kirchenvorständen sowie allen kirchlichen Gemeinschaften für die Betreuung ihrer Glaubensangehörigen
  • allen Erzieherinnen der Waberner Kindergärten und dem Lehrpersonal der Schulen für die gute Wahrnehmung des Bildungs- und Erziehungsauftrags gegenüber unseren Kindern und Jugendlichen.

 

 

 

 

Unser Dank gilt allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich für das Gemeinwohl auf unterschiedlichste Weise eingesetzt haben.

Im Namen des Gemeindevorstandes und der Gemeindevertretung sowie auch ganz persönlich wünschen wir Ihnen, Ihrer Familie und allen Menschen, die Sie im Blick haben, Geborgenheit im Advent, eine gesegnete Weihnacht und ein gutes neues Jahr 2012, in dem wir alle oft Gelegenheit zur Freude finden, der Lichtblick im Leben eines anderen zu sein.

 

Herzliche Grüße
Ihr

Günter Jung Wolfgang Ziegler
BürgermeisterVorsitzender der Gemeindevertretung